Das Kunstprojekt wird nun wirklich auf den Weg gebracht. Die Wiese wurde am Samstag mit einer Scheibenegge umgebrochen. So soll der Boden für die Aussaat vorbereitet werden.

Doch das ist nur der erste Schritt. „Jetzt muss der Boden weiter trocknen, noch ist er zu feucht“, erklärt Landwirt Peter Oberdellmann vom Kneibel Hof in Holthausen. „Anschließend wird er etwas tiefer gefräst, als es mit der Scheibenegge möglich ist.“

Für den Landwirt ist die Arbeit in der Innenstadt gleich aus mehreren Gründen ungewöhnlich. Zum einen ist es mit dem großen Anbaugerät für seinen Schlepper noch enger, als sonst, zum anderen ist das Feld mit wenigen hundert Quadratmetern Größe einfach zu klein. Die Scheibenegge benötigt eine Mindestgeschwindigkeit, damit sie sich effektiv in den Boden einarbeiten kann. „Ich muss mit Vollgas starten und dann praktisch sofort wieder abbremsen, damit ich keine Laterne umfahre oder in Autos krache“, beschreibt Oberdellmann die Arbeit mit einem Schmunzeln.

Holger Vockert, der Initiator der ungewöhnlichen Kunstaktion, steht am Rand des Feldes und schaut zu, wie das zukünftige Getreidefeld sichtbar wird. „Die Zeit ist uns durch den kalten und vor allem nassen März etwas davongelaufen“, bringt er seine Erleichterung darüber zum Ausdruck, dass es nun endlich warm ist. „Aber die  beteiligten Landwirte sind ganz gelassen geblieben, deshalb war ich immer davon überzeugt, dass alles noch rechtzeitig klappen wird.“

Als nächstes wird auf dem Getreidefeld der Sommerweizen eingesätz und Holger Vockert stellt gemeinsam mit Hattinger Kindergartenkindern die Gerätehütte, Sitzbänke und eine Infotafel auf.

Kategorien: Aktuelles

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