Der Kampfmittelräumdienst am Rathaus (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Das Ende des Zweiten Weltkrieges liegt über 70 Jahre zurück. Doch auch heute noch sind seine Kampfmittel, vor allem Bomben, in Nordrhein-Westfalen zu finden.

Meter um Meter wird der Boden vermessen

Ca. 48 Prozent der Luftangriffe gegen Deutschland haben sich im Ruhrgebiet als das industrielle Herz des ehemaligen Deutschen Reiches konzentriert. Die Großstädte an Rhein und Ruhr, aber auch viele andere größere Städte im Land waren Ziel heftiger Bombardierungen. Insbesondere in den städtischen Ballungsräumen, an Verkehrsknotenpunkten und auf der Fläche der damaligen Industrieanlagen finden sich daher heute die Altlasten des Krieges.

Kampfmittel werden im Laufe der Zeit nicht ungefährlicher. Alter und Korrosionswirkungen können die Gefährlichkeit von Fundmunition sogar noch erhöhen. Die Beseitigung von Kampfmitteln ist deshalb auch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch immer eine wichtige öffentliche Aufgabe

Luftbild um 1944

Der Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen, ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr. Zuständig sind die örtlichen Ordnungsbehörden. Da der Umgang mit Kampfmitteln besondere Fachkunde voraussetzt, unterhält das Land zur Unterstützung der örtlichen Ordnungsbehörden einen Kampfmittelbeseitigungsdienst bei den Bezirksregierungen.

Das eine Sondierung durch dem Kampfmittelräumdienst notwendig war, glaubt man sofort wenn man das Luftbild betrachtet. Deshalb wurde am 23. Januar in Hattingen am Rathausplatz der Räumdienst aktiv. Die mittels Magnetfeld aufgezeichneten Daten wurden in Hagen ausgearbeitet und bewertet. Das Getreidefeld 2018 ist nun startklar, denn ein Bombenfund ist nicht bestätigt worden.

Holger Vockert bei der Sondierung vor Ort.

 


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